Wie viel Mut tut gut?

Was wäre, wenn Politiker den Mut hätten zu Fehlern zu stehen, oder sogar zu sagen, dass sie in ihrer Amtszeit Fehler machen werden? Immerhin macht doch jeder mal Fehler.

Wie wäre es, wenn die 70 Prozent der Mitarbeiter, die innerlich gekündigt haben, den Mut hätten morgen zu kündigen?

Würden sie den Chirurgen nehmen, der den Mut hat Ihnen zu sagen, dass die Operation auch schief gehen kann?

Würden Sie ihrer Mitarbeiterin auf die Schultern klopfen, wenn sie Ihnen sagt, dass sie mehr Redeanteil haben als viele andere oder sich mal wieder im Ton vergreifen?

Genau, in den meisten Fällen würden wir wohl nicht toll finden, dass Menschen mutig sind. Sie würden möglicherweise Dinge hören, die Ihnen Angst machen, sie verunsichern oder die sie schlichtweg nicht hören wollen.

Der Mensch oder besser gesagt unser Gehirn mag Unsicherheit oder genauer gesagt Unordnung nicht. Aus diesem Grund gibt es Vorurteile. Es handelt sich hierbei lediglich um eine Vereinfachung für unseren Denkapparat.Es wäre wohl ziemlich mühsam, jedes Mal Menschen neu einzuschätzen, die ich schon kenne. Dafür haben wir Schubladen. Wir sehen Menschen nur für ein paar Sekunden und haben sofort eine Schublade für sie. Oftmals passen sie sogar dort hinein. Doch manchmal eben nicht und genau hier fangen die Probleme an. Denn es wird kompliziert und das mag unser Hirn einfach nicht.

Suche Einfachheit im Chaos und Harmonie in der Zwietracht. -Bruce Lee-

Genauso verhält es sich mit mutigen Entscheidungen. Sie führen nicht selten erstmal ins Unbekannte. Nach mutigen Entscheidungen wartet möglicherweise sogar Chaos auf uns. Wir leben in einer Welt, die grundlegend chaotisch ist. Erst durch Regeln, Normen und soziale Hierarchien haben wir sie berechenbar etwas gemacht haben.Menschen, die nach langem Abwägen den Mut aufbringen, sich von ihrem Partner oder ihrer Partnerin zu trennen, ein Start-up gründen oder seinen Job aufzugeben, wissen oft nicht, wie es weitergeht. Ob es weitergeht oder ob sie scheitern. Sie fühlen sich verloren. Verloren im Chaos.

Genau diese Unsicherheit ist es, die wir kaum ertragen. Was kommt als nächstes? Was wenn es schief geht?

Es wird immer Menschen geben, die auf Sicherheit setzen und jene die ein Risiko eingehen, um Entwicklung voran zu treiben. Wir brauchen auch den Status Quo. Ständige Veränderung wäre auf Dauer ganz schön anstrengend. Ein Bauer zieht auch nicht an seinen Pflanzen, damit sie schneller wachsen. Es ist wichtig, Ruhe und Stabilität in Systeme zu bringen.

Im Grunde genommen geht es um die gesunde Mitte. Manchmal ist es wichtig mutige Entscheidungen zu treffen. Oft ist es das Beste neue Errungenschaften zu sichern. Wie erklärst du Dir, dass wir zwar in Deutschland unglaublich sicherheitsorientiert sind, dafür aber zu den stärksten Ländern der Welt gehören?

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